Kriminalität in Südafrika
Südafrika verzeichnet seit vielen Jahren eine hohe Kriminalitätsrate einschließlich hoher Gewaltkriminalität, vor allem in den großen Städten wie Kapstadt, Johannisburg und Durban sowie deren Randgebieten.
Umgang mit Kriminalität und empfohlene Verhaltensweisen
Die Innenstadt von Kapstadt sollte nach Geschäftsschluss gemieden werden; an Sonntagen sollten Sie nur in Gruppen in die Innenstädte gehen.
Ebenso wird tagsüber zu erhöhter Vorsicht geraten. Auch nach dem Abebben der Gewaltausbrüche gegen Ausländer ausschließlich afrikanischer Herkunft in den südafrikanischen Townships im Mai 2008 ist bei Besuchen in Townships erhöhte Aufmerksamkeit und Vorsicht angeraten. Sowohl Stadtbesichtigungen als auch Township-Besuche sollten in organisierter Form und nur mit ortskundiger Führung stattfinden.
Bei Ausflügen in Nationalparks (u.a. Tafelberg) und zu den bekannten Sehenswürdigkeiten Südafrikas (z.B. Rhodes Memorial) sollten Sie keine einsam gelegenen Wanderwege benutzen und unbelebte Gegenden meiden. Für Einzelreisende empfiehlt es sich, generell Anschluss bei den meist vor Ort vorhandenen größeren Reisegruppen zu suchen.
Abgeraten wird vom Benutzen der Vorortzüge in Kapstadt (allenfalls 1. Klasse und nur zu Hauptverkehrszeiten am Tage), da hier häufig einzelne Reisende überfallen werden.
Taxis sollte man möglichst bei zuverlässigen, bekannten Unternehmen reservieren. Als Rucksacktourist sollten Sie auf sichere Unterkünfte und sicheren Transport achten. Einschlägige Reiseführer machen Empfehlungen für Backpacker Hostels; trotzdem ist Vorsicht geboten. Von Fahrten per Anhalter wird dringend abgeraten, Fahrten mit sog. Minibustaxis (meist völlig überfüllte VW-Busse) wird dringend abgeraten. Von Fremden angebotene Getränke in Bars oder Restaurants sollte man nicht annehmen. Fälle, in denen „K.O.-Tropfen“ beigemischt werden, werden auch in Südafrika häufiger.
Wegen der Gefahr von Fahrzeugentführungen und sog. „smash-and-grab“-Überfällen ("Highjacking") sollten die Autofenster immer geschlossen und die Türen stets von innen verriegelt sein. Handtaschen, Photoapparate, Handys usw. sollten nicht sichtbar im Auto liegen.
Es wird empfohlen, bei Ausflügen in zentrale ländliche Teile der ca. 1.000 km entfernten Provinz Kwazulu-Natal und durch die sog. Transkei in der Provinz Eastern Cape möglichst Hauptverkehrsstraßen zu nutzen. In den übrigen Landesteilen sollten Überlandfahrten nach Einbruch der Dunkelheit nicht mehr unternommen werden, da Autopannen nach Einbruch der Dunkelheit ein erhebliches Sicherheitsrisiko darstellen.
Es wird davon abgeraten, an Aussichtspunkten oder Rastplätzen Halt zu machen, wenn dort keine anderen Touristen in Sichtweite sind. Insbesondere Touristen, die unschwer als solche zu erkennen sind, sind häufig ein "gefundenes Fressen" für Überfälle planende Kleinkriminelle.
An Geldautomaten ist erhöhte Vorsicht geboten. Neben einfachem Raub und Trickdiebstahl nehmen Manipulationen der Geldautomaten und Missbrauch der Kartendaten zu. Heben Sie nur Geld ab, wenn Sie sich sicher und nicht beobachtet fühlen.
Weitere Informationen zur Kriminalität und Sicherheit in Südafrika können Sie sich direkt beim Auswärtigen Amt besorgen.
(Quelle: http://www.auswaertiges-amt.de/diplo/de/Laenderinformationen/Suedafrika/Sicherheitshinweise.html#t2)
Persönliche Bewertung und eigene Erfahrungen:
In zahlreichen auch längerfristigen Aufenthalten in Kapstadt ist mir bislang - von einem versuchten (aber erfolglosen) Handy-Diebstahl in meiner allerersten Woche - noch nichts passiert. Natürlich können Sie die Wahrscheinlichkeit nicht völlig ausschließen, dass Ihnen etwas zustößt. Aber unter Beachtung der o.s. empfohlenen Verhaltensweisen können Sie diese zumindest sehr gering halten.
Ich habe mir angewöhnt, immer nur die nötigsten Dinge mit mir herumzutragen: Hausschlüssel, Bargeld und (bei größeren Touren) ein Handy. Nehmen Sie keine Handtaschen oder dicke Geldbörsen mit, da Sie mit diesen schnell zum Opfer werden können. Halten Sie immer ein paar Scheine in der Hosentasche bereit. Sollte Ihnen etwas zustoßen, können Sie Ihrem Gegenüber so jederzeit schnell Bargeld in die Hand drücken, was diesen in den allermeisten Fällen zufriedenstellen wird.
Wenn Sie dennoch in einen Überfall geraten sollten, dann leisten Sie keinen Widerstand. Die Gangster wollen normalerweise "schnelles Geld" machen und nicht in einen Kampf verwickelt werden. Wenn sie also schnell bekommen, was Sie möchten, werden sie Sie auch wieder weiterziehen lassen. Wenn Sie Widerstand leisten, sollten Sie sich immer dessen bewusst sein, dass Ihr Gegenüber häufig sehr viel weniger zu verlieren hat als Sie selbst. In einer solchen Situation ist daher schnell ein Messer oder dergleichen gezückt.
Grundsätzlich gilt: lassen Sie sich nicht durch Schreckensmeldungen von Überfällen und Gewaltbereitschaft einschüchtern. Durch entsprechende Verhaltensweisen können Sie den allermeisten Situationen vorbeugen. Es gibt keinen Grund, sich in panischer Angst auf den Straßen Kapstadts zu bewegen. Sie sollten Ihren Aufenthalt genießen und sich von der Lebensfreude und äußerst positiven Mentalität der Einheimischen anstecken lassen.
(Quelle: http://www.auswaertiges-amt.de/diplo/de/Laenderinformationen/Suedafrika/Sicherheitshinweise.html#t2)








