Bevölkerung Südafrikas

Die Demographie Südafrika ist gekennzeichnet durch eine große Heterogenität, das südlichste Land Afrikas gilt als eines der ethnisch vielfältigsten seines Kontinents. Historisch bedingt setzt sich die Bevölkerung aus verschiedenen afrikanischen Gesellschaften und die nachfolgenden Generationen niederländischer, deutscher, englischer, französischer und asiatischer Einwanderer zusammen. Nach dem Ende der Apartheid 1991 prägte Nelson Mandela den Begriff der "Regenbogennation Südafrika", in der er ein friedliches Zusammenleben der mannigfaltigen Kulturen visionierte.

Die Bevölkerung setzt sich im Wesentlichen aus vier großen Gruppen zusammen: Schwarze ("Blacks"), Weiße ("Whites"), Farbige ("Coloureds") und Asiaten / Inder ("Asians", "Indians"). In der Apartheid wure die Zugehörigkeit einer Person zu einer der vier Gruppen amtlich festgestellt und bestimmte die politschen Rechte, Wohnort- und Berufswahl, Schulbildung etc. Seit etwa eineinhalb Jahrzehnten gilt diese Rassentrennung nicht mehr auf dem Papier, viele Südafrikaner sehen sich aber nach wie vor als zugehörig zu einer bestimmten Bevölkerungsgruppe.

Die Schwarzen stellen mit fast 70% der Bevölkerung den größten Anteil, die Weißen machen etwa 11%, die Farbigen ca. 7%, Asiaten und Sonstige machen zusammen etwa 11% der Südafrikanischen Gesellschaft aus. Die schwarze Bevölkerung teilt sich auf vier weitere ethnische Gruppen auf: Nguni, Sotho, Shangaan-Tsonga und Venda. Von den zahlreichen Untergruppierungen der Nguni sind die Zulus und Xhosa die wichtigsten. Viele der sogenannten "Afrikaner" leben in Gauteng und dem Freistaat. Die meisten der Weißen sind Nachfahren niederländischer, deutscher, englischer und französischer Einwanderer, die seit Ende des 17. Jahrhunderts nach Südafrika immigrierten.

Ein Großteil der in Südafrika lebenden Farbigen sind unterschiedlicher ethnischer Herkunft, meist Nachkommen der ersten europäischen Siedler, deren Sklaven sowie der ursprünglich in Südafrika lebender Völker Khoikhoi und San. Die meisten "Coloureds" leben in Northern Cape oder Western Cape, viele davon in Kapstadt bzw. in den "Cape Flats". Die Mehrheit der Asiaten sind indischer Herkunft, sie wurden Mitte des 19. Jahrhunderts ins Land geholt, um auf den Zuckerrohrplantagen in Natal zu arbeiten, oder lebten als Händler in den Städten. Viele von ihnen leben auch heute noch in KwaZuluNatal, haben sich aber auch in den Großstädten des Landes niedergelassen.

In der Südafrikanischen Sozialstruktur kann man die Gliederung nach Volksgruppen wiedererkennen. Die meisten der Weißen, Farbigen und Asiaten leben in ihrem Lebensstil und -standard, in ihrer Wirtschaftsweise sowie ihren sozialen Beziehungen nach europäischer Art; allerdings findet man inzwischen auch zahlreiche weiße Bettler in den Metropolen wie Kapstadt, Johannesburg und Durban. Viele Schwarze leben abseits dieser Großstädte noch in Sippen- und Stammesverbänden in traditionellen Dorfstrukturen, während die städtischen "Afrikaner" zwar häufig in nach Stämmen gegliederten Vierteln wohnen, aber westlicher leben.

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Südafrikanische Nationalhymne

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